Andalusien Rundreise: Von Málaga über Granada, Córdoba, Sevilla & Cádiz bis nach Ronda

Urlaub in Andalusien = traumhafte Städte, Natur, Strände, leckeres Essen und das Beste – alles zum kleinen Preis! Wir haben Andalusien im Frühjahr entdeckt und können diesen Teil von Spanien nur wärmstens empfehlen. Mit nur einer Woche Zeit, kannst du hier wirklich viel entdecken. Wir haben insgesamt 8 Städten besucht, wobei man auf der Fahrt mit dem Mietwagen auch zwischendurch immer wieder Halt machen kann und so z.B. nebenbei noch einige der bekannten Weißen Dörfer ansehen kann.

Andalusien kurz & knapp

Andalusien liegt im Süden Spaniens, ist jedoch eine autonome Gemeinschaft des Landes, in der insgesamt rund 8 Millionen Menschen leben. Die Hauptstadt der Region ist die Stadt Sevilla, wobei auch andere große Städte weit über Spanien hinaus bekannt sind – vor allem wegen ihrer Sehenswürdigkeiten. Wahrzeichen der Gegend, die bei Urlaubern das ganze Jahr über beliebt ist, sind vor allem der Flamenco sowie der Sherry. Die Region ist arabisch sehr geprägt, weshalb man oft vergisst, dass man sich in Spanien befindet. Wer eine Reise durch Andalusien plant sollte sich Zeit für viel Kultur nehmen, aber z.B. auf Fahrten zwischen den Städten auch immer wieder Halt in den Nationalparks und Naturparks machen – nur so kann man Südspanien wirklich mit allen Facetten kennen und lieben lernen.

Wetter in Andalusien – wann ist die beste Reisezeit?

Richtig kalt wird es in Andalusien das ganze Jahr über nicht. In den Wintermonaten Dezember und Januar herrschen durchschnittlich immer noch 17°, im Sommer kann es jedoch schnell bis zu 30° und mehr werden. Je nachdem, mit wie vielen anderen Touristen man gerne auf Städtereise geht, empfiehlt sich z.B. ein Besuch im August dennoch weniger als im Juni oder September / Oktober. Für einen genauen Überblick über Temperaturen, Sonnenstunden und Niederschläge, hier unsere Klima-Übersicht für Andalusien:

Andalusien Klimatabelle packlisten

Rundreisen-Tour durch Andalusien

Eine Anfahrt mit dem Auto von Deutschland oder Österreich aus, ist wenig empfehlenswert – mit 20 Stunden Fahrt Minimum muss man da schnell rechnen. Besser ist man mit dem Flugzeug unterwegs, z.B. von Memmingen oder München nach Málaga, von Wien nach Granada, oder von Frankfurt nach Cádiz. Vor Ort kann die Rundreise am bequemsten mit einem Mietwagen fortgesetzt werden, parken ist im Großen und Ganzen ohne große Probleme möglich, auch kostenlos. Folgende Städte und Sehenswürdigkeiten haben wir in unserem Andalusien Urlaub besucht:

Málaga – ein guter Ausgangspunkt

Sofern auch du deine Rundreise durch Andalusien am Málaga Airport beginnst, kannst du dir direkt hier einen Mietwagen besorgen, den du im Optimalfall bereits von Zuhause aus gebucht hast. Vorsicht: Achte genau darauf, ob du schon bezahlt hast und welche Versicherung du wirklich brauchst, denn die Händler wollen natürlich möglichst viel „on top“ verkaufen. Mit deinem Auto kannst du dann direkt in die City fahren. Zwar musst du für’s Sightseeing wahrscheinlich in der Tiefgarage parken, preislich ist das aber gut zu verkraften.

Alcazaba Malaga Andalusien
Blick von der Alcazaba in Málaga auf den Hafen – super schön!

Was du dir in Málaga ansehen solltest, ist zum einen die Altstadt, zum anderen aber vor allem die Festungsanlage Alcazaba – das ist hier eine echte Sehenswürdigkeit! Von dort oben hat man einen schönen Blick auf die Stadt, auf den Hafen und auch auf das Colosseum von Málaga. Was man sich außerdem ansehen kann (, sofern genug Zeit vorhanden ist), ist das Picasso Museum. Ansonsten kann man sich in dem Städtchen mit rund 570.000 Einwohnern gut treiben lassen, sich an die Temperaturen gewöhnen und den Urlaubs-Modus anschalten.

Nerja – klein, aber oho

Fährt man von Málaga nach Granada, liegt Nerja mehr oder weniger auf der Strecke der Rundreise. Hier gibt es Strände, eine schöne Uferpromenade mit netten Cafés und Restaurants sowie eine ganz besondere Aussichtsplattform: Den Balcón de Europa. Der Balkon befindet sich ca. 60 Meter über dem Meeresspiegel und ist am Ende der Fußgängerpromenade zu finden. Von hier auf erstreckt sich dir ein wahnsinnig toller Ausblick direkt auf das Mittelmeer. Bei gutem Wetter soll man hier sogar das Ufer von Afrika erkennen können, das Glück war uns bei unserer Rundreise jedoch leider nicht vergönnt.

Je nachdem, wann man (in Málaga) gelandet ist, ist Nerja der perfekte Zwischenstopp für ein Mittagessen mit Meerblick: Gazpacho, Patatas Bravas mit Aioli, oder Paella – so geht genießen in Spanien!

Granada, immer wieder Granada!

Granada ist eine Stadt, in die kann man garantiert immer wieder zurück kommen möchte – nicht zu groß und nicht zu klein, voller netter Menschen, süße Unterkünfte und leckeres Essen an jeder Ecke … einfach schön! Ohne Umschweife: In Granada muss man die Alhambra besichtigen. Es handelt sich um eine bedeutende Stadtburg im islamischen und maurischen Stil. Die Bauten sind absolut beeindruckend – nicht umsonst ist die Alhambra in Granada Weltkulturerbe und die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in ganz Europa! Allein hier kann man tausende Fotos machen, man kann sich einfach nicht satt sehen von all den Dekorationen, Künsten und Gärten. Zur Besichtigung sollte man mindestens einen Tag einplanen und früh am Morgen da sein. Es gibt viele Anbieter für Tickets – die man unbedingt im Voraus kaufen sollte -, wir haben für weniger als 50 € die Granada Karte gekauft, ein Touristen Angebot, bei dem der Einlass in die Alhambra inklusive ist.

Achtung, man muss die Granada Karte auf einen bestimmten Tag ausstellen lassen, überlege dir also genau, wann du genug Zeit hast, die Alhambra zu besichtigen. Außerdem wichtig: Du brauchst einen „Termin“, um die Nasridenpaläste – das Juwel – besichtigen zu dürfen. Dieser wird dir in einem von dir gegebenen Zeitfenster zugeteilt. Komme auf keinen Fall zu spät, jeder Besucher hat nur eine Chance und die sollte er auf keinen Fall verpassen. Hier kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus!

Granada Alhambra Andalusien
Die Alhambra gehört nicht umsonst zum UNESCO Weltkulturerbe – das muss man wirklich irgendwann gesehen haben!

Richten wir den Blick auf Granada als Stadt, lohnt sich hier auch der Aussichtspunkt Mirador de San Nicolas. Man hat einen atemberaubenden Blick auf die Stadt und vor allem auf die Alhambra. Ob am Tag oder abends, in Granada machen Spaziergänge durch die Gassen besonders viel Spaß. Wir haben 2 Nächte in Granada verbracht, wobei wir die Pension Landazuri wärmstens empfehlen können. Es sind zwar nur 2 Sterne, das ist in Andalusien aber meist mehr als genug: Es ist sauber, liebevoll eingerichtet und die Leute sind sooo nett! Im Erdgeschoss der Pension gibt es ein Café – das Frühstück ist super lecker und günstig. Auf dem Dach der Pension gibt es eine Terrasse, wohin man das Frühstück mitnehmen darf. Sogar von hier hat man einen Blick auf die Alhambra!

Granada Alhambra Andalusien
Vom Mirador de San Nicolas hat man einen tollen Blick auf die Alhambra, auch bei Nacht.

Noch ein Tipp für abends: Tapas, Tapas, Tapas! Fast egal wo, sie sind lecker und lassen einen den Urlaub buchstäblich schmecken. Vor allem in Granada braucht man nur ein Glas Wein bestellen, schon darf man sich ein Tapas gratis dazu bestellen. Da die Weingläser eher klein sein (, man dafür aber on top noch etwas zu essen bekommt), kann man ruhig ein paar Runden ordern – man hat ja schließlich frei und teuer ist es sowieso nicht. Zu empfehlen ist z.B. die Bar Poë in der Calle Verónica de la Magdalena.

Córdoba – ein Ort der Gegensätze

Für uns war Córdoba „nur“ ein Zwischenstopp auf dem Weg nach Sevilla, das war zwar ein langer Tag, für die Stadt an sich war es aber durchaus ausreichend. Dennoch sollte man die Stadt bei einer Rundreise durch Andalusien auf keinen Fall vergessen, denn auch hier gibt es eine ganz besondere Sehenswürdigkeit! Die Mezquita-Catedral de Córdoba ist eine Moscheenkathedrale und wirklich imposant. Zunächst wurde eine reine Moschee errichtet, die jedoch später um ein integriertes Kirchengebäude ergänzt wurde. Beschreiben kann man es kaum, wenn man aber selbst vor Ort ist, kann man kaum glauben, was hier geschaffen wurde. Die Kathedrale ist fast 180 m lang und 134 m breit. Mit über 23.000 m² gilt die Sehenswürdigkeit als eine der größten Sakralbauten der Welt. 856 Säulen und Bögen sowie eine eindrucksvolle Gebetshalle gehören zu der Mezquita. Auch hierfür sollte man sich genug Zeit nehmen – mindestens 2 Stunden allein für die Besichtigung, denn auch dieses Bauwerk gehört völlig zu Recht zum UNESCO-Weltkulturerbe!

Cordoba Andalusien Mezquita
Die Mezquita ist voller Säulen und Balken – mitten in der Moschee steht eine Kathedrale.

Sevilla – Viva España!

Sevilla gilt als Geburtsstadt des Flamenco Tanzes. Wer bis zu seinem Besuch in Sevilla noch keine Flamenco Show besucht hat, sollte das hier auf jeden Fall auf der To Do Liste haben! Getanzt wird dramatisch und leidenschaftlich zu traditionelles spanisches Musik. Neben dem Spiel einer Gitarre ist auch der Gesang und das Klatschen im Rhythmus ein wichtiger Bestandteil des Kulturguts. Tickets kann man spontan vor Ort kaufen, Flamenco Schulen verteilen gerne Werbung oder haben Schilder mit Informationen zu Shows am Abend vor der Türe aufgestellt.

Flamenco Andalusien
Der Flamenco Tanz ist ein wichtiges Kulturgut Andalusiens, man sollte sich auf jeden Fall eine der Shows am Abend ansehen.

Insgesamt leben in der Hauptstadt Andalusiens, die als eine der schönsten Städte Europas gilt, knapp über 690.000 Einwohner, mit 2 Tagen Aufenthalt kann man hier einiges entdecken und auch die größten Sehenswürdigkeiten besuchen. Dazu gehört auf jeden Fall der Alcazar Sevillas, der Stadtpalast der spanischen Königsfamilie mit seinen Gärten. Hier erinnert einiges an die Alhambra, wenn auch in kleinerer Variante. Unmittelbar in der Nähe befindet sich auch die Kathedrale von Sevilla mit ihrem Glockenturm Giralda, der das Wahrzeichen der Stadt ist. Auch die Kathedrale in Sevilla gehört zum Weltkulturerbe – sie ist außerdem die drittgrößte Kirche der Welt und zudem die Grabstätte von Christoph Kolumbus, ansehen ist also ein Muss! Weitere Highlights in diesem Rundreise-Ziel ist das Casa de Pilatos, ein weiterer Stadtpalast, sowie die Stierkampfarena, zu der ein Museum über die Geschichte und Tradition des Stierkampfs gehört. Zuletzt erwähnt, aber deshalb nicht weniger von Bedeutung, wird der Plaza de España – einer der bekanntesten Plätze Sevillas.

Sevilla Plaza de Espana Andalusien
Ein Muss bei jeder Reise nach Sevilla: Der Besuch des Plaza de España.

Eine letzte Sache zu Sevilla: Hier muss man die Zeit im Auge behalten, denn lange Warteschlangen vor der Kathedrale und dem Alcazar sind, vor allem in der Hochsaison, garantiert nicht zu vermeiden.

Jerez de la Frontera – die Heimat des Sherry

Jerez ist eine kleine Stadt, nur gute 30 Minuten von Cádiz an der Küste entfernt. Zu sehen gibt es auch hier ein Alcazar, ansonsten kann man sich treiben lassen und natürlich wie überall leckere Tapas essen. Da Jerez de la Frontera als Geburtstsstadt des Sherry gilt, können hier auch einige Bodegas, also Weingüter besichtigt werden, wo auch Sherry Verkostungen angeboten werden. Beim Bestellen im Lokal sollte man sich im Klaren darüber sein, dass „Vino de Jerez“ kein klassischer Hauswein des Restaurants ist – es handelt sich immer um Sherry!

Jerez de la Fontera Andalusien
Gärten und Parks wie diesen in Jerez de la Fontera gibt es in vielen Städten Andalusiens.

Cádiz – Zeit für Meer

In Cádiz kann man die gewonnen Eindrücke in all den Prachtbauten der vorangegangenen Tage sacken und wirken lassen. So viel Beeindruckendes muss erstmal verarbeitet werden und wo geht das besser als am Strand? Zwar gibt es auch in der Hafenstadt eine Kathedrale zu besichtigen – das sollte man sich auch nicht entgehen lassen, denn vom Glockenturm aus hat man eine wirklich schöne Aussicht -, doch ist sie deutlich kleiner als die Kathedralen in Sevilla & Co. Am Stadttor Puerta de Tierra kommt man bei einer Anreise mit dem Mietwagen sowieso vorbei, wichtig sind dann noch die Festung Castillo de San Sebastián und die Baluarte de la Candelaria. Ansonsten kann man hier entspannt schlendern, sich einen Drink genehmigen und es sich am Strand gemütlich machen.

Cadiz Andalusien
Cadiz bietet sich wunderbar für einen Strandspaziergang und zum Baden an.

Ein kleiner Geheimtipp ist die Markthalle in Cádiz. Wer Lust hat, sollte sich hier einige Leckereien besorgen und zum Strand fahren – schöner kann man kaum frühstücken!

Ronda

Auch wenn Ronda eher zu den kleinen Städten in Andalusien gehört, ist es ein beliebter Anlaufpunkt in Spanien, vor allem für Rundreisen. Ronda ist eines der Weißen Dörfer und vor allem wegen der Brücke Puento Nueco über der El Tajo Schlucht. Die Brücke ist 80-100 Meter hoch und verbindet die Altstadt Rondas, auch „La Cuidad“ genannt, mit dem neueren Stadtteil El Mercadillo. Die Brücke ist tagsüber und abends wirklich eine Sehenswürdigkeit! Außerdem sehenswert sind die Stierkampfarena, die Arabischen Bäder und der Palast Mondragon. Für uns war Ronda der letzte Stop unserer Andalusien Rundreise. Zum Abschluss haben wir in der super Bar Entre Vinos (Calle Pozo) die Tapas der Karte hoch und runter bestellt mit dem Toast „Nach Andalusien kommen wir irgendwann wieder!“.

Ronda Andalusien
Die Puento Nueco über der El Tajo Schlucht bei Nacht.

Reiseführer für noch mehr Infos zu Andalusien in Spanien

Natürlich gibt es in Andalusien neben den hier erwähnten Städten noch viele andere schöne Ziele, die sich auch für Rundreisen gut eignen. Wer z.B. nicht nur eine Woche, sondern gleich 2 Wochen durch Südspanien reisen möchte, kann sich in Reiseführern und online noch mehr tolle Tipps holen. Wir wünschen schon jetzt viel Spaß im Süden – auf geht’s zum Koffer packen!

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